In letzter Zeit rückt das sogenannte Usenet wieder vermehrt in den Fokus der Internet User. Dabei ist das Konzept der binary Newsgroups keineswegs neu. Genaugenommen ist das Usenet sogar noch deutlich älter als das Internet wie wir es heute kennen. Trotz der wachsenden Popularität führt das Usenet selbst heute noch eine Art Schattendasein und ist daher vielen Surfern kein Begriff. Für diejenigen unter euch für die das ganze Thema Neuland ist wollen wir die Frage beantworten:

Was genau ist eigentlich das Usenet?

Das Usenet ist ein weltweites elektronisches Netzwerk dass in seinem Aufbau dem Internet sehr ähnlich ist. Es ist als Ganzes betrachtet inzwischen die größte Plattform für den Austausch von Nachrichten und Dateien weltweit. Der Austausch der Informationen erfolgt hierbei über sogenannte Newsgroups. Um die Newsgroups einzusehen und selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können, benötigt man i.d.R. eine spezielle Software, den Newsreader. Eine solche Software wird auch von einigen Usenet Providern kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie erleichtern die Suche nach Dateien, deren Download und sind mittlerweile ein unverzichtbares Mittel um sich in den Weiten des Usenet zurecht zu finden.

Das Usenet als freies Meinungsforum und immenses Downloadarchiv

Das Usenet hat vielen Internetanwendungen und Services eines voraus: im Usenet gibt es keine Zensur. Man findet in den vielen tausend Newsgroups sowohl Bilder, Texte als auch Videos und Songs. Auch Anwendungen und Software können über das Usenet bezogen werden. Die Grenzen setzen sich die User also selbst. Kurz gesagt: Alles, was es zu suchen gibt, findet man im Usenet!

Das Usenet zeichnet sich außerdem durch seine hohe Teilnehmerzahl und Geschwindigkeit aus. Die Millionen von Teilnehmern stellen weltweit im Sekundentakt neue Themen zur Diskussion bereit. Zum einen ist das Usenet also ein riesiges Diskussionsforum in dem täglich Meinungen und Informationen zu verschiedensten Themen und Fragen ausgetauscht werden. Zum anderen ist das Usenet ein unermessliches großes Download Archiv, in dem Millionen von Dateien zum Download bereit stehen – und das zu fast jedem erdenklichen Thema!

Oft wird das Usenet mit einem großen Schwarzen Brett verglichen, an dem jeder Nachrichten hinterlassen kann. Analog dazu können im Usenet Nachrichten in so genannten Newsgroups (deutsch: Nachrichtengruppen) gepostet werden. Die Newsgroups ähneln damit Diskussionsforen aus dem World Wide Web, in denen User Nachrichten (Messages) posten und lesen können.

Newsgroups widmen sich dabei in der Regel einem bestimmten Thema, welches sich meist bereits am Namen der Newsgroup erkennen lässt. Kurzbeschreibungen, die so genannte „taglines“, liefern dabei weitere Informationen über den Inhalt der Newsgruppe. Die hierarchische Struktur des Usenet spiegelt sich auch im Namen der verschiedenen Newsgroups wider.

Der erste Block im Namen der Newsgroup bezeichnet dabei die oberste hierarchische Ebene, die das Usenet in grobe Themenblöcke gliedert. Die neun größten Hierarchien lauten comp.*, talk.*, soc.*, sci.*, humanities.*, misc.*, news.* und rec.*(diese bilden die Gruppe der so genannten „Big Eight“) sowie alt.*. Während die ersten acht Gruppen, die „Big Eight“ einer inhaltlichen Kontrolle unterliegen, ist dies in der letzten Gruppe, .alt* nicht der Fall. Hier findet sich daher auch ein großer Teil der so genannten Binary Newsgroups in denen sich neben Messages auch Dateianhänge, die so genannten Binaries, finden.

Binary Newsgroups

Binary Newsgroups lassen sich meist recht einfach an ihrem Namen identifizieren. Nach der obersten Hierarchie findet sich im zweiten Block meist der Begriff „binaries“. Beispiel: alt.binaries.* In diesen Newsgruppen lassen sich also neben Nachrichten auch Dateien herunterladen bzw. veröffentlichen.

Mit Hilfe geeigneter Usenet Software lassen sich die Binaries (engl. für „Binärdateien“) einfach finden und herunterladen. Dies ist in der Regel jedoch nur bei kommerziellen Usenet Providern möglich. Herkömmliche Usenet Suchmaschinen lassen dagegen oft nicht einmal die Suche nach Binaries zu oder erschweren zumindest den Datei-Download erheblich.

Während es der Grundgedanke von peer-to-peer Netzwerken ist, Dateien mit anderen Nutzern zu tauschen – also auch selbst Dateien für andere User bereit zu stellen – wird dies im Usenet gewöhnlicher weise nicht erwartet. Ein Grund hierfür ist die enorme Datenlast: würden alle Usenet User selbst Dateien in Binary Newsgroups veröffentlichen, würden die Server mit Binaries überflutet werden. So ist es im Usenet also durchaus legitim sich lediglich Dateien herunterzuladen ohne selbst welche zu veröffentlichen.

Die folgenden Abschnitte stellen eine kurze Einführung in die verschiedenen Bereiche der Usenet Thematik dar.

Was sind Usenet Binaries?

Während die Newsgroups ursprünglich als Schwarzes Bretter für den Austausch von Textnachrichten konzipiert waren, wurden sie bald auch zu einer beliebten Möglichkeit für Insider, um Binäre Dateien untereinander zu tauschen.

Medadateien, wie beispielsweise ein Filmtrailer, können allerdings augrund ihrer Größe nicht als komplette Dateien an Newsgroup Postings angehängt werden. Sie werden daher in kleine Teile zerlegt, komprimiert und über mehrere Postings verteilt im Usenet abgelegt.

Früher mussten User diese einzelnenTeile selbst wieder zu einem Stück zusammenfügen – ein mühsamer Vorgang. Heute wird dieser Prozess durch Usenet Software automatisiert. Zusammen mit einer stark vereinfachten Suche haben professionelle Usenet Provider die Nutzung des Usenet massentauglich gemacht.

Newsgroups in denen binäre Dateianhängen gepostet werden, auch Binary Newsgroupsbilden das sogenannte “Usenet” und lassen sich leicht anhand ihres Namens identifizieren: meist ist im Namen der Newsgroup die Bezeichnung “binaries” enthalten. Eine solche Newsgroup wäre zum Beispiel „alt.binaries.mp3“.

Der Zugriff auf auf dasd Usenet ist allerdings nur über spezielle Server möglich, wie sie von einigen Usenet Providern angeboten werden. Der Vorteil dieser Server ist, dass die Download-Geschwindigkeit nicht durch eine Übertragung von User zu User eingeschränkt wird. Vielmehr können die Binaries unter voller Auslastung der eigenen Internetleitung heruntergeladen werden, da die Daten zentral auf einem speziellen Usenet Server abgespeichert werden.

Die Suche im Usenet

Die Newsgroups im Usenet beinhalten eine schier unbegrenzte Menge an Informationen und Dateien zu jedem erdenklichen Thema. Aufgrund dieses enormen Datenvolumens hat sich die Suche nach bestimmten Inhalten im Usenet in der Vergangenheit daher oft schwierig gestaltet.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um Informationen im Usenet zu finden. Die erste Möglichkeit sind spezielle Usenet Suchmaschinen. Diese durchsuchen das Usenet nicht unähnlich wie Google & Co. dies im Internet tun. Verschiedene Usenet Suchmaschinen buhlen im WWW um die Gunst der User.

Ihnen allen ist jedoch ein großer Nachteil gemein: die Suche über diese Suchmaschinen gestaltet sich umständlich. Vor allem Dateidownloads sind oft nur mit zusätzlicher Newsreader Software möglich. Viele Anbieter erlauben zudem nur die Suche nach Textdokumenten – eine Suche nach Dateien ist in solchen Fällen also erst gar nicht möglich. Gerade für Einsteiger ist es so also nicht immer ganz einfach mit dieser Möglichkeit zufriedenstellende Suchergebnisse zu erzielen.

Besser und einfacher geht es da mit Hilfe moderner Newsreader. Durch diese Zugangssoftware der Usenet Provider kann das Usenet kinderleicht nach den gewünschten Informationen und Dateien durchsucht werden. Die Usenet Suche wird dabei durch zahlreiche Suchoptionen unterstützt. Newsgroups lassen sich hier außerdem abonnieren, sodass der User automatisch über neue Postings informiert wird.

Außerdem wird zugleich der Dateidownload erleichtert, da die Download-Funktion direkt in der Software enthalten ist. Dateien die aus mehreren Teilen bestehen, können so beispielsweise automatisch zusammengefügt und in einem Stück heruntergeladen werden. Durch die intuitive Benutzeroberfläche sind Newsreader auch für Usenet-Neulinge gut geeignet.

Für Einsteiger und User, die sich nicht lange einarbeiten wollen, sind Newsreader also sicherlich die bessere Alternative. Eine Übersicht der verschiedenen Anbieter finden Sie hier.

Usenet Server

Der Datenverkehr im Usenet wird über spezielle Server, die so genannten Newsserver abgewickelt. Auf diesen Newsservern werden die Newsgroups abgelegt, ebenso wie Webseiten auf eigenen Webservern gespeichert werden. Dabei enthalten aber bei weitem nicht alle Newsserver auch alle Newsgroups. Oftmals schwankt auch die Vorhaltezeit für Nachrichten und Dateien, die so genannte „(binary) retention time“, von Server zu Server stark. Nachrichten und Dateien werden also unterschiedlich lange auf den Servern gespeichert.

Binary Newsgroups in denen sich Dateien herunterladen lassen, fehlen zudem auf vielen Newsservern komplett. Dies liegt darin begründet, dass sich auf diesen Newsservern unter anderem auch rechtlich fragwürdige Inhalte finden lassen.

In dieser Newsserver-Architektur liegt auch einer der großen Vorteile des Usenet begründet: die extrem hohe Download-Geschwindigkeit. Da die Daten nicht direkt von User zu User übertragen werden, sondern zentral auf den Usenet Servern abgelegt werden, lassen sich Daten unter voller Auslastung der Internetleitung herunterladen. So sind Downloads mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich.

Wie kann ich auf Usenet Server zugreifen?

Neben den Zugang zu einem Newsserver wird außerdem eine geeignete Newsreader Software benötigt. Diese spezielle Software ist notwendig um die auf einem Usenet Server abgelegten Nachrichten zu lesen oder um dort selbst Nachrichten zu hinterlegen.

Wie oben beschrieben ist mit kostenlosen Usenet Anbietern oft nur ein eingeschränkter Zugriff auf einen kleinen Teil der Newsgroups möglich. Gerade die Binary Newsgroups, in denen Dateien heruntergeladen werden können, sind auf solchen Newsservern nicht zu finden.

Kostenpflichtige Anbieter bieten dagegen einen umfassenden und unbeschränkten Zugriff auf das Usenet. Durch eine hohe Vorhaltezeit von meist über 500 Tagen bleiben die Daten zudem lange auf den Usenet Servern verfügbar. Auch wird die benötigte Usenet Software von kommerziellen Providern oft kostenlos zur Verfügung gestellt. So lässt sich das Usenet einfach nach den gewünschten Inhalten durchsuchen.

Drei der bekanntesten kommerziellen Anbieter werden in diesem Usenet Provider Vergleich ausführlich vorgestellt.

Usenet Downloads

Während das Usenet ursprünglich als großes Wissensarchiv zum Austausch von Nachrichten konzipiert war, hat es sich heute zu einer beliebten Download-Plattform entwickelt. Ermöglicht haben dies die so genannten Binary Newsgroups. Im Unterschied zu normalen Newsgruppen können hier auch Dateianhänge, die so genannten Binaries veröffentlicht und anschließend von anderen Nutzern heruntergeladen werden.

Anders als etwa bei peer-to-peer Netzwerken werden die Daten also nicht direkt zwischen zwei Nutzern ausgetauscht. Zudem wird in der Regel nicht erwartet, dass User selbst Dateien zur Verfügung stellen. Es wird im Usenet also durchaus akzeptiert wenn User lediglich Nachrichten lesen oder Dateien herunterladen, diese aber nicht selbst posten.

Tauscht man Dateien zwischen zwei Rechnern aus, ist der Download-Speed immer durch die Upload-Geschwindigkeit des Gegenübers begrenzt. Da die Upload-Geschwindigkeit vieler Internetprovider sehr langsam ist, nimmt das herunterladen von größeren Dateien somit oft viel Zeit in Anspruch.

Durch die dezentrale Struktur des Usenet sind so sehr hohe Download-Geschwindigkeiten möglich. Hier sind die Dateien bereits auf speziellen Usenet Servern gespeichert. Diese spezielle Architektur ermöglicht es die ganze Bandbreite des eigenen Internetzugangs voll auszuschöpfen und Daten mit ungeahnten Download-Geschwindigkeiten herunterzuladen.

Usenet Software

Verschiedene Anbieter haben es sich auf die Fahnen geschrieben, den Benutzern des Internet einen einfachen und schnellen Zugang zum Usenet zu ermöglichen. Auch wenn das Prinzip des Usenet sehr einfach ist, so kann sich dessen Benutzung ohne geeignete Software dennoch als sehr schwierig erweisen.

Die Usenet Software, eigentlich Newsreader genannt, wickelt dabei den Datenaustausch mit den Usenet Servern, den so genannten Newsservern ab. Sie ermöglicht erst das Posten und Lesen von Nachrichten in den verschiedenen Newsgroups. Auch die Suche im Usenet wird so wesentlich erleichtert.

Aufgrund seines dezentralen, organisch gewachsenen Aufbaus und der enormen Menge an Newsgroups kann die Suche im Usenet ohne einen geeigneten Newsreader schnell zu einer Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen werden. Ein besonderes Augenmerk legen die verschiedenen Usenet Anbieter daher auf die Usenet Suche.

Die Suche nach Dateien erfolgt hier über eine intuitive Benutzeroberfläche, die an Suchmaschinen im WWW erinnert. So lässt sich das Usenet beispielsweise gezielt nach bestimmten Dateitypen oder Themenbereichen durchforsten. Erscheinen neue Beiträge in abonnierten Newsgruppen, informiert die Software den User darüber.

Zudem erleichtert professionelle Usenet Software auch den Download der Dateien. Da Binaries nichts anderes als Rohdaten sind, bestehen diese aus mehreren Teilen. Moderne Newsreader fügen diese Einzelteile automatisch zu einer fertigen Datei zusammen und überprüfen diese auf mögliche Fehler. So erfordert der Download nur einen Klick.

Erst durch diese benutzerfreundliche Bedienung mit Hilfe moderner Newsreader ist das Usenet auch für Einsteiger und Neulinge interessant geworden.

Eine Übersicht der verschiedenen Anbieter erhalten Sie in unserem Provider Vergleich.

Usenet Anbieter Gallerie:
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